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LOCOMOTIVO

 

LOCO = spanisch: verrückt
MOTIVO = spanisch: Bild, Motiv
LOCOMOTIVO = verrückte Bilder

 

...immer überraschend, erfrischend, manchmal nachdenklich,
...komplex, aber einfach
...oder einfach nur komplex:
LOCOMOTIVO

 

 

BETÄTIGUNGSFELDER

 

LOCOMOTIVO

 

... gestaltet Internetseiten, T-Shirt-Designs, Poster, Eintrittskarten, CD-Cover, Wandtattoos, Postkarten, Leinwände, Buttons...

 

...für gewerbliche als auch private Zwecke.

Viel Spaß bei meinen Arbeitsproben

 

 

 

 

 


 

Textiles
*SHIRTS AND MORE

 

Locomotivo verbreitet T-Shirts, Hoodies und Jutebeutel unter der Plattformen:

 

lhooq

Hier eine kleine Auswahl an verschiedenen Motiven.

Ihnen gefällt ein Design?
Dann bestellen Sie es einfach.
Mit einem Klick auf den Namen des Produkts gelangen Sie direkt zur Bestellseite.

 

Shirt: SOULVINYL

Shirt: PUSTEBLUME

LHOOQ SHIRTs LHOOQ SHIRTs
   

HOODIE: ILLUSION

Jute: BERLIN ART

LHOOQ SHIRTs LHOOQ SHIRTs
   

 

 


*Kissenbezüge

 

eine Spontane Idee 2014 - Kissenbezüge aus meinen Jutetaschen

 

 

 

 

 

 

*Belts

 

eins meiner ersten Projekte 2005 - Gürtel mit Aplikationen veredelt - oder versaut :-)

 

 

 

 

 

 


 

ROOM-ARTs

 

ROOM-ARTs steht bei mir für alle Kunstwerke, die Ihre unmittelbaren
LebensRÄUME verschönern. Dazu gehören Poster, Leinwände, Wandtattoos und natürlich mein einzigartiges DecOriental.

 

 

*POSTER UND LEINWÄNDE

 

 

 

 

 

 

*WANDTATTOOS

 

WANDTATTOOS sind große Aufkleber für ihre Wände.

2013

 

 

 

*DecOriental

 

Mein Lieblingsprojekt: Tapeten und Borden in verschiedenen südspanischen, bzw. nordafrikanischen Mustern.
Die Tapeten sind im Format 90cm x unendlich.


 

 

 

 

*Möbel

 

Gerade arbeite ich gerne mit Holz.


 

 

 

 

 

 


 

PAPER WORKS

 

Zu Paperworks gehören Postkarten, Buttons und alles Bedruckbare.

 

*POSTKARTEN

 

 

 

 

 

 

 


 

FOTOGRAFIE

 

*Reisefotografie:

 

Die folgenden Fotografien entstanden auf Reisen durch Ghana, Brasilien und Indien.

 

Die lebensfrohe Tochter des Inhabers eines "Supermarktes" der kleinen Stadt Busua im Südwesten Ghanas. Wäsche, Ziegen, Hühner und ein Cadillac und all dies in einem kleinen Dorf im Norden Ghanas. Skurril - Schön!
Brasilien trommelt - in Salvador de Bahia zeigen sich die besten Trommler bei Straßenumzügen. Cashew - wer kennt sie nicht aus dem Supermarkt. Aber kaum einer weiß, wie sie in der Natur vorkommen.
Wo Mensch und Tier sich berühren... ist oft ein Leckerlie! Welche Lebensgeschichte hat wohl dieser Verkäufer? Und welche sein tomatenartiges Angebot?

 

 

 

*Fotoprojekte

 

*Multiple

Clonen für Anfänger!

 

 

 

*Miss U

Dieses Projekt entstand im März 2009.

 

 

 

 

*Haare

Haare sind zum pflegen und zum fotografieren da. (Berlin Anfang 2014)

 

 

 

 

 

 

*Tattoo

Tattoos ohne Schmerzen - Für Nachrichten, die man (oder der Empfänger) nie vergessen will (soll). (Cochin 2009)

 

 

 

 

 

 

 

*FOTOBEARBEITUNG: locostyle

 

*Colorieren:

Hier verschiedene Betonungsmöglichkeiten


 

 

*Cinemagramme:

Für mich ganz neu, und sehr, sehr spannend:
Teilanimierte Fotos aus Filmen oder Bildern - unendliche Möglichkeiten!
Um mehr zu sehen, bitte aufs Bild klicken.
Hier nur ein Cinemagram im Bahnhof Stadtmitte. more2come!


 

 

*Polaroid

Polaroid is back!


 

 

 

*Dopplereffekt

Einer oder sind es doch zwei?


 

 

 

*bunte Balken

Berlin 2014


 

 

 

*Passbildscrabble

Geschüttelt - nicht gerührt
Berlin 05.2015


 

 

 

*Poster

von mir entworfene Poster.

 

 

 

 

*Locostyle

 

Meine Arbeitsweise, am Beispiel eines Jahreszykluses:

 

Am Anfang war das Originalfoto, wie z.B. dieses:

 

Dieses überarbeite ich dann komplett:       

 

Anschließend können verschiedene Effekte und Rekombinationen durchgeführt werden. Et voilà: ein Jahreszyklus im Locostyle.


 

 

 

*Gewerbe

 

Sie suchen optische Lösungen für ihr Geschäft, wollen diesen aber auch Ihre persönliche Note geben? Ich helfe Ihnen.

 

Beispiel eines möglichen Erstellungsverlaufs:

Sie geben mir ein Originalfoto Ihrer Arbeit. Diesem entnehme ich dann den von Ihnen gewünschten Teil (hier Ihre LatteArt). Anschließend kann Ihr Produkt, z.B. als Farbkombination, nach Ihren Wünschen kreativ umgesetzt werden und in verschiedenen Varianten als Druck benutzt werden.


 

Weitere Beispiele für den Gastrobereich:


 

 

 

 

 


 

LITERATUR

 

*Gedichte:

 

Lasst den Strom aus
Berlin, den 16.7.2014

ich mache mir keine Sorgen um die Zukunft. Die Sonne scheint, wohin ich auch gehe, wohin ich auch sehe. Die Menschen lachen mit mir und Liebe wird aus großen Trögen über die Herzen aller Dürstenden ausgeschüttet. Offenheit ersetzt das Fernsehprogramm und jede erzählte Geschichte findet ein offenes Ohr und findet Münder, die bereit sind auch ihre Erlebnisse zu teilen. Hunger und Durst werden gefühlt und man dankt, dass die eigenen Teller nie leer sind. Man nimmt was man braucht, teilt was viele brauchen und belächelt, was nur zum Schein zu sein braucht. Götzenbilder werden mit Tuschekästen zu Kunstwerken gemacht. Moralische Übereinstimmungen geben uns Halt und verbinden uns ohne uns Freiheiten zu nehmen. Verletzungen werden durch ehrliche Musik geheilt und der Tanz verscheucht den Winter. Rücksichtnahme regelt unser Zusammensein und unterschiedliche Meinungen werden in Kompromissen und unter gemeinsamer Einnahme leckerer Getränke bereinigt. Jeder findet Freunde, die ihm loyal zur Seite stehen und um Beziehungen muss nicht gekämpft werden, da sie nie den Takt verlieren.

Lasst den Strom aus! Wir müssen uns nicht sehen um uns zu fühlen.

Das etwas andere Geburtstagsgedicht
ca. 5.2003

Es gibt nichts schlimmeres als Geburtstagsgedichte,
alles tausendmal gesagt,
Jeder hat zwar seine eigene Geschicht,
doch das die oft nicht lohnt,
nie einer zu sagen wagt.
Ich will nun dies Gesetzte brechen
Und mich für alle Schläge rächen.
Für jeden Fleck am Unterarm
Trifft dich nun mein ganzer Gram.

... Dein Leben war bis jetzt doch wohl vergeben.
Deinen Lebenssinn kriegt noch jedes Kleinkind hin.
Du siehst mal richtig scheiße aus,
tut mir leid, mußte mal raus.
Redest ständig Müll, den keiner hören will.
Du stinkst, du trinkst,
du schnarchst, bist verwarzt, gehst nie zum Arzt,
bist verkrüppelt, gehörst verknüppelt!
bei jedem Furz – lachst du nur kurz
Stroh doof ist für dich noch kompliment
Stehst auf´s Schiesser Unterhemd.
Du alter Assi, Drecks Prolet
Mit Zahnstocherfresse voll Aknesekret
Du hast kein Geld
Nen kleinen Schwanz
Und alles was du richtig kannst
Ist nutzlos in der Nase bohren
Bei dir ist Hopf und Malz verloren.
Raff es endlich – du bist kein Star
Sondern nur ein Mängelexemplar!!!!!!

Mit einem Wort:
Wie für mich als Freund bestellt,
da gut und bös sich gern gesellt

Gegensätze ziehen sich an
Alles gute zum Geburtstag – darauf stoßen wir jetzt an.

ES REGNET
Berlin, den 9.7.2014

Es regnet...
auf mir, unter mir, neben mir, hinter mir, vor mir, links von mir, rechts von mir, über mir, an mir vorbei, durch mich hindurch; in mir.

Es bewegt...
sich nichts, nicht auf mir, nicht unter mir, nicht neben mir, nicht hinter mir, nicht vor mir, nicht links von mir, nicht rechts von mir, nicht über mir, nicht an mir vorbei, nicht durch mich hindurch; nur in mir.

Denn du bist noch immer hier,
nicht auf mir, nicht unter mir, nicht neben mir, nicht hinter mir, nicht vor mir, nicht links von mir, nicht rechts von mir, nicht über mir, nicht an mir vorbei, nicht durch mich hindurch; ganz tief in mir.

EIN STERN FEHLT
Embalses bei Antequera, 15.5.2004

Ich hatte sie alle gezählt,
doch heute Nacht,
bin ich aufgewacht,
da hat einer gefehlt.

„Das dich das mal nicht bedrück,
der kommt schon zurück“,
sagte die Wolke
- verschwand, wie sie sollte
und gab die Sicht wieder frei.

Und siehe da,
der fehlende Stern
war auch wieder da.

 

*Geschichten:

 

1. Kapitel
Granada, Frühjar 2003

„Mann, sehe ich gut aus,“
dachte er sich, als er vor dem Badezimmerspiegel stand. „24 und noch keinen Bierbauch! Die Brust ein wenig schmal, aber alles recht fest und wohl proportioniert. Der Sixpack früherer Zeiten hat sich zwar ein wenig verflüchtigt, aber mit ein paar Extraeinheiten wird der sich wohl auch bald wieder hervorwagen.“
Er war fest davon überzeugt, in den nächsten Tagen mit einem regelmäßigen Sportprogramm zu beginnen, wobei ihm klar war, dass für ihn das Wort „regelmäßig“ ein nicht zu 100% feststehender Begriff war und viel Platz für Interpretationen ließ. Er dachte dabei an verschiedene Varianten: Jeden Tag etwas Sport vor der Uni, am besten direkt mit in den Stundenplan eingebunden, oder jeden zweiten Tag, wie er es als Ex-Fußballer gelernt hatte: Ein Tag Trainieren, ein Tag Pause zur Regeneration. Variante drei war die harmloseste und realistischste zugleich. Sie begnügte sich mit 2 Einheiten die Woche und er hatte sich insgeheim schon zig Ausreden zurechtgelegt, auch diese nicht durchführen zu müssen.
Er sprang, ging, hievte sich unter die Dusche, die ihm am Anfang außergewöhnlich kalt vorkam. Und obwohl er nur den rot beringten Warmwasserhahn aufgedreht hatte, dauerte es wie immer eine gewisse Zeit, bis die Gasflamme im Durchlauferhitzer in der benachbarten Küche bereit war, das Wasser schließlich auf die gewünschte Temperatur zu bringen, nur um diese dann 2 Sekunden später zu überschreiten und das Betätigen des Kaltwasserhahnes unabdingbar zu machen. Er bückte sich und bemerkte jetzt, wo er dem Duschschlauch der Länge nach folgte, dass dieser ja doch ganz schön lang war. Dies musste der Duschschlauch ja auch sein, dachte er weiter, um von seiner eigentlich angestammten Stelle, dem Badewannenrand, bis hinauf zur, ihn immer wieder störenden, Duschkopfbefestigungsvorrichtung (kurz DKBV) zu reichen. Diese DKBV erinnerte ihn immer wieder an seine alte WG, in der ebenfalls die Badewanne, wie er sagen würde, „vergewaltigt“ worden war.
Für ihn hatte eine Badewanne die Berechtigung, eine Badewanne zu sein, wie eine Dusche doch sicherlich auch eine Dusche sein wollte. „Das ist wie mit zwei Rassen, wenn man sie kreuzt, kann da einfach keine neue Rasse bei rumkommen, sondern nur so ein verkrüppelter Gen-Mix“, dachte er. „Hat so ein Zwitterwesen eigentlich einen Namen?“ fragte er sich. Sicherlich gab es Prospekte von Badezimmerverkaufsgeschäften, in denen dieser Fehltritt der Natur mit einem euphemistischen Begriff hochgepriesen wurde, welcher aber auch nur diese welche Leute ansprechen konnte, die „auf der absoluten Suche nach etwas Besonderem“ waren! Er hätte kotzen können! „Eine Badewanne ist eine Badewanne und keine Duschwanne, und es will auch bestimmt keine Dusche Duschwanne genannt werden, verdammte Scheiße! Und alles hängt an diesen pisseligen, beschämenden DKBV´s, die ja wohl nicht mal den Hauch einer Existenzberechtigung haben, ein ästhetischer Fehltritt, der seinesgleichen sucht, bestimmt ein Überbleibsel der letzten Expo in Brüssel 1958“ - von der er gestern etwas gelesen hatte, - „typisch Belgier …“ Er war jetzt, trotz der Zufriedenheit mit seinem Körper, etwas schlechter gelaunt.

Nachdem er das Wasser auf die für ihn richtige Temperatur reguliert hatte und sich nun dem Haarshampoo widmete, konzentrierte er sich fest darauf, diesen Vorgang bewusst wahrzunehmen. Wie jeder Mensch das wohl tat, so dachte er zumindest, hatte auch er sich im Laufe der Jahre einen festen Ablauf angeeignet und angewöhnt, eine feste Reihenfolge der Dinge, die er unter der Dusche bzw. im Bad durchzuführen pflegte. Eine Aneinanderreihung von Handlungen, die man notfalls auch mit bewölktem Kopf, in Zeitlupe oder in Eile durchführen konnte. War es eigentlich eine individuell nur den Deutschen zugehörige Eigenschaft, alle Dinge in Pläne, Reihenfolgen, Abläufe und Serien einzuteilen? Er wusste darauf keine Antwort und konzentrierte sich wieder auf das Einshampoonieren seines Haupthaares.
Er beschloss, sich den Schaum, welcher beim einmassieren in die Haare immer an den Fingern haften blieb, diesmal nicht unter den Achseln oder an seinem Genital zu verteilen. Heute sollte alles nach Plan gereinigt werden. Dies war ihm sehr wichtig, da es in den letzten Tagen häufiger vorgekommen war, dass er beim Durchlauf seiner gewohnten Waschschritte so weit in seinen Gedanken abgedriftet war, dass er nach einiger Zeit des untätigen Genießens des warmen Wassers nicht mehr wusste, ob er sich nun schon einshampooniert und abgespült hatte oder nicht. Ein Geruchstest unter der Achselhöhle konnte da auch nicht immer für Aufklärung sorgen und so entschied er sich meist für einen weiteren (oder den ersten) Durchlauf seines Waschprogramms. Solch eine Gedankenlosigkeit wollte er jetzt aber dringlichst vermeiden, da er ein wenig um seine Haut fürchtete. Ein Erbe seines Vaters, der sich immer über die Leiden der Haut in der heutigen Gesellschaft auslassen konnte. „Die Haut“, pflegte sein Vater zu sagen, „braucht doch den ganzen Creme- und Shampoo-Scheiß überhaupt nicht. Von mir aus sollten alle auf diesen Pflegeterror verzichten. Aber man kann sich dem ja nicht entziehen,“ sprachs und sprühte sich ebenfalls, aber in Maßen, Deo unter die Achseln.

Er gab, wie auf der Plastikflasche beschrieben, eine nussschalengroße Menge Shampoo in seine Handfläche und merkte sofort, dass diese Menge wohl eher für den Drei-Zentimeter-Igelfrisur-Durchschnittshaar-Typen kalkuliert worden war und damit bei seinen, jetzt schon über die Ohren reichenden, braungelockten Haaren, nicht den gewünschten Effekt erzielen konnte. Er fügte noch einen Spritzer hinzu und stellte das Shampoo wieder sorgfältig auf den Duschbadewannenrand - obwohl er das irgendwie hasste - und begann erst dann, die Flüssigkeit mit den Fingerspitzen im Haar zu verteilen. „Ob mir wohl Dreads stehen würden?“ Insgeheim beschäftigte ihn diese Frage schon länger, da er aber einen hohen Haaransatz hatte, war er sich nicht sicher, ob er sich mit Dreads nicht völlig lächerlich machen würde. Denn es könnte wohl passieren, dass er seine Haare dann wieder ganz abschneiden müsste und damit, rein haartechnisch gesehen, wieder genau an dem Moment angekommen wäre, wo er vor einem Jahr angefangen hatte, daraufhinzusparen. „Besser gesagt, den Friseur zu sparen!“ Dachte er und hielt sich dabei für witzig, was er für eine seiner herausragendsten Eigenschaften hielt. Er hatte eine eigene Art von Humor.

Nachdem er noch ein wenig untätig das warme Wasser genossen hatte, drehte er, nachdem der Geruchstest diesmal positiv ausgefallen war, den Wasserhahn zu, was für ihn jedes Mal eine große Überwindung war. Es gab für ihn nichts Schöneres als warmes Wasser über den Körper laufen zu lassen. Außer vielleicht schlafen. Beides war für ihn mit Wärme verbunden. Weitere ehrenhafte Begriff aus seinem Wohlfühlkreis waren Sauna, Suppe und Sex. „Am besten in der Reihenfolge!“ dachte er und lachte wieder kurz, wobei ihn sein schlechtes Gewissen sofort stoppte, da er viele Frauen kannte, die diesen Gedanken wohl für äußerst schwanzgesteuert halten würden. Obwohl er wiederum auch viele Frauen kannte, die sich einen Saunagang mit anschließender Ruhesuppe und einer abschließenden Zweisamkeit, welche ja sicherlich fließend ins nächste angenehme Element Schlaf übergehen würde, durchaus als eine beglückende Abendbeschäftigung vorstellen konnten. „Versteh’ einer die Frauen,“ dachte er und drehte das Wasser nun endgültig ab.

Nachdem er den rosafarbenen Badewannen-Duschvorhang zur Seite geschoben hatte, für dessen Anschaffung er sich zum Glück nicht verantwortlich wusste und für dessen Folgeschäden er keine Verantwortung übernehmen wollte, griff er nach dem auf dem Klodeckel bereits bereitliegenden Handtuch. Ein großes, flauschiges, warmes Handtuch, welches ihm seine Mutter vor einigen Jahren zu Weihnachten geschenkt hatte. Eigentlich hatten es ihm natürlich beide Eltern geschenkt, aber er wusste ja, dass SIE sich schon Monate vorher den Kopf zerbrochen hatte, wer was bekommen sollte und SIE selbstverständlich auch alle Einkäufe getätigt hatte. Dies geschah allerdings vor allem mit dem Geld seines Vaters, was wiederum zu dem Schluss führte, dass es ja doch ein Geschenk von BEIDEN war, bemerkte er und stieg in seine Boxershorts.

Mittlerweile war der Raum voller Dampf und der Spiegel komplett beschlagen. Er beschloss zunächst einmal, die Tür zu öffnen, sich in seinem eine Etage höher gelegenen Zimmer schnell ein T-Shirt überzuwerfen, um dann erneut das Badezimmer aufzusuchen und sich mit dem Fön seiner Mitbewohnerin die Haare zu trocknen. Als er die Badezimmertür öffnete, empfand er die hereinströmende Luft als sehr kühl und streifte sich, oben angekommen, auch noch eine leichte Hose über. Zurück im Bad stellte er sich vor den Spiegel. Die kühle Luft lies den Dampf und damit die dünne, den Blick verhindernde Tropfenschicht auf dem Spiegel verschwinden.
Jetzt, da der Spiegel fast wieder klar war, betrachtete er sich erneut. Er hatte sein rotes verwaschenes T-Shirt gewählt und die Hose ein wenig zu hoch gezogen. Die vom Chlorwasser stark angeschlagenen Haare hingen trostlos in sein unrasiertes Gesicht und er fühlte sich eigentlich schon wieder reif fürs Bett. Er unterdrückte diesen Gedanken jedoch sofort und begann mit dem Fön den verzweifelten Versuch, noch irgendetwas von seiner Würde zu retten. Doch seine Locken taten wie immer, was sie wollten.
Das Surren des Haartrockners erfüllte den ganzen Raum. Es war so laut, dass er seine ersten Worte des Tages selbst nur erahnen konnte, als sie niedergeschlagen aus seinem Mund tropften: „Mann, sehe ich Scheiße aus!“

Es war Dienstag, 12 Uhr morgens, genauer gesagt mittags. Die typische Zeit für einen ausgedehnten Aufenthalt im Badezimmer. Zumindest für einen Erasmusstudenten, wie er es war.

 

*Lieder:

 

Text

Niemehr
Granada, 2004

Mit meiner Tasse Tee,
starr ich aus dem Fenster.
Doch alles was ich seh,
sind nur deine Gespenster.

Deine Briefe liegen,
so wie gestern auf dem Tisch.
Sind verschwiegen,
geöffnet hab ich sie noch nicht.

- Ich denk an dich -
Nein mehr,
ich liebe dich.
Mein Kopf so leer,
mein Herz zerbricht.

Unsere Zeit vertickt,
das Handy schweigt.
Jene Mail zuviel verschickt,
hat deine Warheit mir gezeigt.

Sinnlos jeder weitre Streit,
Du musst gehen.
Denn du bist längst für Sie/Ihn bereit,
unnötig zu verstehn.

- Ich denk an dich -
Nein mehr,
ich liebe dich.
Wie schwer,
du willst mich nicht

Ich zieh den Lieblingspulli an,
schneide deine Blumen klein.
Sehe mein Lieblingsprogramm an,
Äscher Deine Bilder ein.

Auf dem Sofa Schokolade naschen,
neues Bettzeug -seidenfein,
Roter Wein, mindestens 2 Flaschen,
wieder frei, schau ich mal ins Adressbuch rein.

- Ich denk an dich -
Nie mehr,
„ich liebe dich“.
Vielmehr

 

eine erste Umsetzung by Robart tha Incredible und Ute

 

Endversion, performed by Park - Niemehr

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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